Festival Für Freunde 2026
Programmheft 2026 zum runterladen
Programm 2026
Donnerstag – 30.07.2026 – Pre Event Dorfkino
20:00 ok.wow – WHO REPAIRS?! – Film
Freitag – 31.07.2026
13:00 Gesina Restel – THEATERWORKSHOP – Workshop – BRANDENBURG REIHE
13:00 Polaritäten Kabinett – KAMPAGNENVORBEREITUNGEN – Workshop
15:00 Ying Yue/ Sascha Malina Hoffmann– SPIEL(T)RAUM – Performance
17:00 Danzankó –DISTOUCHED – Stelzentanz
18:00 Jetzt jetzt ! Trafo! – VERTRAUEN UND MACHT 2 – DIE SEHNSUCHT NACH DEM STARKEN STAAT – Performance
20:30 Philine Stich – SOMA – Performance
22:00 MALONDA- MEIN HERZ IST EIN DUNKLER KONTINENT - Musik
Samstag – 01.08.2026
13:00 Gesina Restel – THEATERWORKSHOP – Workshop – BRANDENBURG REIHE
13:00 Polaritäten Kabinett – KAMPAGNENVORBEREITUNGEN – Workshop
15:00 Franz-Josef Schmitt– PACOURS DER EXPERIMENTE - Installation
16:30 Andreú Andreú – PAPIERTIGER – Kindertheater
18:00 La Pesch – WATER‘S STATES – Performance
19:30 Taies Farzan – BAUCHTÄNZERIN – Theater
21:30 freuth - EDM FUSION - Musik
23:00 Träum weiter - SECRET ACT- Musik
Sonntag – 02.08.2026
13:00 Tur Tur Theater – DER ZAUBERER VON OZ – Kindertheater
14:00 Polaritäten Kabinett – KAMPAGNENVORBEREITUNGEN – Workshop
14:30 Geräuschkulisse e.V – KLANGSPUREN IN DAHNSDORF – Installation
16:30 Johannes Wasikowski – PIANO SOLO – Musik
Die ganze Zeit
Ausstellungen
Kerstin Kaupat - GANZHEITLICHE WAHRNEHMUNG ZWISCHEN LEBEN UND TOD
Heide Schönefeld – FLORALE EXPERIMENTE – BRANDENBURG REIHE
Installation
Adam – DER GOTTKOMPLEX
Kerstin Reichelt – TROCKENE ABREIBUNG - TEIL I
ALEX TALKBOX
Festival für Freunde e.V. und Berlin School of VR - Vom Dachboden ins Digitale - Wir scannen Dorfgeschichte
Pre Event Dorfkino - ok.wow – WHO REPAIRS?! – Film
Am 30. Juli sind finden wir als Pre-Event zum 14. Festival für Freunde in Dahnsdorf statt.
Repair Bears ist ein dokumentarisch-fiktionaler Roadtrip durch das Ruhrgebiet, der Nachhaltigkeit und Care-Arbeit miteinander verknüpft. Ausgangspunkt ist die bekannte Erzählung der Care Bears: Cheer, Grumpy und Bedtime kommen mit ihrer Mission, die Welt ein bisschen besser zu machen, nicht mehr weiter – ihr Leuchten ist verschwunden. Weder Selbstoptimierung noch medizinische Hilfe bringen eine Lösung. Erst eine unerwartete Idee öffnet einen neuen Weg: Vielleicht hilft ein Repaircafé.
Auf ihrer Reise durch das „Reparaturgebiet“ begegnen die Figuren Menschen, die in Repaircafés, Unverpacktläden und offenen Werkstätten andere Formen des Miteinanders praktizieren. Zwischen Schraubenziehern, Nähmaschinen, Lötkolben und Kaffee entdecken sie Reparieren als soziale Praxis: als Kümmern um Dinge, Ressourcen und Menschen. Der Film zeigt eine Kultur des Teilens und der Solidarität jenseits von Leistungsdruck und Wegwerfmentalität und versteht Reparatur nicht nur technisch, sondern als zeitgemäße Form von Care-Arbeit.
Und Popcorn gibt es natürlich auch wieder – dank der Ankerpunkt-Förderung ist eine Portion im Preis von 5 EUR inklusive.
Donnerstag, 20 Uhr


ALEX TALKBOX
Die ALEX Talkbox ist eine mobile Interviewkabine, die Passant:innen dazu einlädt Interviewgäst:innen zu sein. Die Talkbox nimmt sich für jede einzelne Person Zeit, geht in die Tiefe und schafft mithilfe technischer Mittel eine spielerische und neue Art der Partizipation. Die Besucher:innen haben in der Talkbox die Möglichkeit, ihre Meinungen und Perspektiven zu verschiedenen Themengebieten zu äußern. Das aufgezeichnete Material wird im Rahmen der dazugehörigen ALEX Talkbox-TV-Sendungen mit ausgewählten Expert:innen besprochen und als Basis für Diskussionen zu den jeweiligen Themengebieten genutzt.
Freitag und Samstag
Träum weiter - SECRET ACT- Musik
Ein Sound, der uns mitreißt und zum Tanzen bringt, der das Horizontale mit dem Vertikalen verbindet, weite Räume öffnet und uns eins werden lässt
Samstag, 23 Uhr


Kerstin Reichelt – TROCKENE ABREIBUNG - TEIL I
Mit Bleistift, Papier und der Technik der Frottage nehme ich dem Gelände des
Festival für Freunde seine Oberfläche ab. Fläche für Fläche, Spur für Spur.
Ortsspezifisches Grafik-Recording, das einem Ort näherkommt, indem es ihn
berührt statt ihn abzubilden.
Kerstin Reichelt ... Geologin, 15 Jahre Regisseurin in der freien Theaterszene und heute Mediengestalterin.
Was bleibt: der Blick fürs Material: ob Gestein, Bühne oder Papier. Ich habe Spaß, Oberflächen zum Sprechen zu bringen.
Die ganze Zeit
Festival für Freunde e.V. und Berlin School of VR - Vom Dachboden ins Digitale - Wir scannen Dorfgeschichte - Interaktive VR-Installation
Zum 800-jährigen Dorfjubiläum entsteht gemeinsam mit euch ein virtuelles Dorfmuseum. Dafür sammeln wir Erinnerungsstücke aus dem Dorf und digitalisieren sie direkt vor Ort – ganz einfach mit dem eigenen Smartphone. Ob Werkzeug, Spielzeug, Foto oder persönlicher Gegenstand: Jedes Objekt erzählt eine Geschichte.
Beim Scannen fragen wir nach dem Herkunftsort des Objekts – zum Beispiel Straße und Hausnummer – sowie nach den Erinnerungen, die damit verbunden sind. So entsteht Schritt für Schritt ein digitales Archiv, das die Geschichte des Dorfes nicht nur bewahrt, sondern gemeinsam mit seinen Bewohner:innen weiterschreibt.
Die Berlin School of Virtual Reality entwickelt Projekte an der Schnittstelle von digitalen Medien, Raum und gemeinschaftlichen Prozessen. Gemeinsam mit Menschen vor Ort erforschen wir, wie Technologien Erinnerungen und Geschichten sammeln und sichtbar machen können.
Samstag, die ganze Zeit


Jetzt jetzt ! Trafo! – VERTRAUEN UND MACHT 2 – DIE SEHNSUCHT NACH DEM STARKEN STAAT – Performance
Vorab laden wir Besucher:innen ein, sich aktiv zu beteiligen
(Über den Link können Fragen, Gedanken und persönliche Perspektiven bereits vor der Veranstaltung anonym eingebracht werden)
Eine diskursive Performance über Macht, Misstrauen und die langen Schatten der
Staatssicherheit. Während die DDR-Führung ihren Bürger:innen misstraute, existierte gleichzeitig bei vielen Menschen eine tiefe Sehnsucht nach Stabilität, Ordnung und staatlicher Führung. Dieses Spannungsverhältnis wirkt bis heute nach: Wie prägen Erfahrungen von Kontrolle, Überwachung und Bevormundung unser Verhältnis zum Staat? Warum entsteht gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit das Bedürfnis nach „Sicherheit durch Kontrolle“?
Warum gewinnt die Sehnsucht nach einem „starken Staat“ wieder an Kraft, obwohl 1989 für Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung gekämpft wurde?
Die Veranstaltung „Vertrauen und Macht – Die Sehnsucht nach dem starken Staat“ eröffnet einen performativen Diskursraum zwischen Vergangenheit und Gegenwart. In inszenierten Debatten, performativen Reflexionen und offenen Gesprächsformaten werden Fragen nach Autorität, Demokratie und gesellschaftlichem Vertrauen verhandelt. Dabei treffen historische Erfahrungen aus der DDR auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen: der Ruf nach einem „starken Staat“, politische Polarisierung, Überwachungsdebatten und die Sehnsucht nach
Orientierung in unsicheren Zeiten. Das Publikum ist eingeladen, mitzudenken, Stellung zu beziehen und eigene Erfahrungen einzubringen. Die Veranstaltung versteht sich nicht als historische Rückschau, sondern als lebendige Auseinandersetzung mit der Frage, wie Demokratie Vertrauen herstellen kann — und was geschieht, wenn dieses Vertrauen verloren geht.
Freitag um 18:00 Uhr
La Pesch – WATER‘S STATES – Performance
La Pesch untersucht in ihrer Live-Performance "Water's States" die
Klanglichkeiten des Elements Wasser vom Feststoff über die Flüssigkeit hin
zum Gaszustand. Dabei kombiniert sie in drei Kapiteln live erzeugte Eis-,
Wasser- und Dampfklänge mit hochwertigen Field Recordings und Stimme. Sie
nimmt das Publikum mit vom Eisblock, in die Arktis, in Tiefschnee, an
gefrorene Seen, schmelzende Gletscher bis der Eisblock auf der Bühne zu
tropfen beginnt, sich zum reißenden Fluss entwickelt und in den Ozean stürzt,
dann der Tropfen auf dem heißen Stein zischend verdampft, Geysire
Wasserdampf in die Höhe schleudern, Dampfer auf dem Meer und Kessel auf
der Bühne tuten und singen. Dabei verwischt sie bewusst Grenzen zwischen
live-erzeugten, sichtbaren Klängen und längst vergangenen, aufgenommenen
Klängen sowie zwischen sogenannten natürlichen und menschengemachten
Klängen. So hinterfragt sie auch die menschliche Beziehung zum Wasser in all
seinen Formen. Das Konzert endet in einer Tasse Tee, das Wasser endet im
Körper der Klangkünstlerin.
Samstag um 18:00 Uhr


Heide Schönefeld – FLORALE EXPERIMENTE – BRANDENBURG REIHE
Heide Schönefeld, 54jährige Hobbymalerin aus Dahnsdorf, hat vor 3 Jahren wieder begonnen, mit Acryl zu malen, nachdem beide Kinder ausgezogen waren. Sie arbeitet als Krankenschwester und nutzt die Kunst, vom Arbeitsalltag abzuschalten. Ihre Motive findet sie in ihrem Garten und auf Reisen. Besonders Blumenmotive inspirieren sie kreativ zu werden mit Farbe, Paste und Gel.
Die ganze Zeit
Johannes Wasikowski – PIANO SOLO – Musik
Johannes Wasikowski (Leipzig, Deutschland) ist eine aufstrebende Figur der
zeitgenössischen Klaviermusik, auch bekannt als Neo-Klassik, die irgendwo zwischen
Klassik, Jazz und Ambient-Pop liegt. Inspiriert von Musikern wie Nils Frahm, Hania Rani und Tigran Hamasyan sind seine Kompositionen voller Klarheit, introvertierte Schätze und Landschaften zum Hören. Wasikowski bringt mit seiner herausragenden Technik,
Spielfreude und Kompositionstiefe eine neue Dimension in das Soloklavier-Genre und zeigt, dass durchaus noch Einiges hinzuzufügen ist.
Auf „Taumorgen“, seinem Albumdebut, spielt Wasikowski nicht nur atemberaubend schöne Klavierstücke, er schafft es Geschichten zu erzählen, Bilder zu malen. Das gefühlvolle und perfekt austarierte Spiel bildet die Basis für Stücke, die zwar in Melancholie schweben, aber immer dem Licht folgen. Stücke voller Klarheit, introvertierte Schätze, Landschaften zum Hören.
Sonntag um 16:30 Uhr


Andreú Andreú – PAPIERTIGER – Kindertheater
Das kleine Knüllpapier hat große Träume. Die Welt will es entdecken. Abenteuer erleben. Auf Reisen gehen! Da kann der Mülleimer nur lachen. Niemals wirst du die Welt entdecken! Du bist Müll! Du gehörst weggeschmissen. Doch das kleine Knüllpapier hört nicht drauf. Es macht sich auf den Weg und findet Freunde. Die einohrige Katze, die netten Sterne und den Zirkusdirektor. Aber ist er wirklich so nett wie er tut? Das kleine Knüllpapier muss jede Menge Abenteuer bestehen und am Ende – tja, das wird noch nicht verraten. Nur so viel: Ein Freund, ein guter Freund, das ist das beste was es gibt auf der Welt.
Für Kinder ab 3 Jahren
Konzept, Spiel, Musik Andreú Andreú
External Eye Martin Heesch, Robert Richter
Gefördert vom Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, FB Kultur und Museum
Samstag um 16:30 Uhr
Adam – DER GOTTKOMPLEX
TEXT_Adam
siehe oben
Die ganze Zeit


MALONDA- MEIN HERZ IST EIN DUNKLER KONTINENT - Musik
MALONDA ist eine der vielseitigsten und haltungsstärksten Künstlerinnen der aktuellen Musikszene. Die in Berlin lebende Sängerin und ‚Elektrik-Diva‘, die eigene Songs schreibt und auch auf Theaterbühnen brilliert, brennt für antirassistische und queer-feministische Themen. Indem sie über Geschlechterrollen, Sex und Diversität singt und spricht, machte sich Malonda als politische Künstlerin einen Namen.
Sie tourte mit Laing, Großstadtgeflüster und Moka Efti Orchestra quer durch Deutschland und bespielte große deutsche Showcase-Festivals wie c/o pop, Pop-Kultur Berlin oder das Reeperbahnfestival. Mit der Anmut einer Hildegard Knef und der Wucht einer Grace Jones zelebriert Malonda auf der Bühne - und man kann weder wegschauen noch -hören.
https://www.instagram.com/frau_malonda/
https://www.youtube.com/@FrauMalonda
Freitag um 22:00 Uhr
Taies Farzan – BAUCHTÄNZERIN – Theater
Das Monodrama „Bauchtänzerin“ des türkischen Autors Şamil Yılmaz ist ein
radikales Stück über die Suche nach Identität und den Kampf gegen die
Objektifizierung der Frau. Es erzählt die berührende und zugleich verstörende
Lebensgeschichte von Meryem, einer Frau, die ihre eigene Existenz erst durch
den Tanz entdeckt, nur um festzustellen, dass die Welt sie dennoch nicht wirklich
sieht.
Der Kern des Stücks liegt in der schmerzhaften Diskrepanz zwischen Meryems
innerem Erleben und der Wahrnehmung durch ihr Publikum. Während der Tanz
für Meryem ein Akt der Befreiung und des tiefen Ausdrucks ihrer Seele ist, wird
sie von den (meist männlichen) Zuschauern auf ein exotisches, erotisiertes
Objekt reduziert. Yılmaz dekonstruiert hier den westlichen und patriarchalen
Mythos der „verführerischen Bauchtänzerin“. Er zeigt, dass die glitzernde
Fassade oft ein Schlachtfeld ist, auf dem Meryem um ihre Würde kämpft. Der
Tanz wird zur Metapher für die Frau, die versucht, in einer Welt aus patriarchalen
Projektionen und dem „Male Gaze“ (dem männlichen Blick) ihre Autonomie zu
bewahren.
Samstag um 19:30 Uhr


Tur Tur Theater – DER ZAUBERER VON OZ – Kindertheater
Der Musical-Klassiker in einer modernen Adaption. Dorothy flieht aus ihrer Heimat und findet sich im Land über dem Regenbogen wieder. Eine gute Fee schickt sie in die Smaragdstadt, zu dem mächtigen Zauberer von Oz. Auf ihrer Reise findet sie die seltsamsten Freunde: Eine Vogelscheuche, die sich mehr Verstand wünscht, einen Blechmann, der sein Herz verloren hat und einen Löwen, der sich vor allem fürchtet. Gemeinsam erleben sie viele Abenteuer, doch als sie schließlich ihr Ziel erreichen, muss Dorothy feststellen, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint...
Sonntag um 13:00 Uhr
Danzankó –DISTOUCHED – Stelzentanz
Drei Frauen, drei Nationalitäten, drei Geschichten, die zu einer gemeinsamen werden. DisTouched ist eine berührende und facettenreiche Stelzen-Tanz-Performance im öffentlichen Raum, die mit Leichtigkeit und Poesie von den Höhen und Tiefen des Lebens erzählt. DisTouched handelt von Freundschaft und Einsamkeit sowie der Suche nach unserem Platz in der Gesellschaft. Im Erkunden von Berührung, Nähe und Distanz bewegen sich die drei Tänzerinnen spielerisch, grazil und temperamentvoll auf ihren Stelzen über die 360°-Bühne und nehmen das Publikum dabei mit auf eine emotionale Reise.
Freitag um 17:00 Uhr


Gesina Restel – THEATERWORKSHOP – Workshop – BRANDENBURG REIHE
Der Theaterworkshop beim "Festival für Freunde" in Dahnsdorf lädt Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu ein, sich auf einen offenen, kreativen Prozess einzulassen und Theater als Raum für gemeinsames Forschen und Experimentieren zu erleben. Im Mittelpunkt steht die Frage: "In welcher Welt wollen wir heute leben"und wie wir
unser Miteinander neu denken und gestalten können. Dabei geht es nicht um klassisches Schauspiel oder festgelegte Rollen, sondern um das spielerische Erkunden von Ausdrucksmöglichkeiten, Perspektiven und Beziehungen. Die Teilnehmenden erwartet eine vielfältige Mischung aus praxisnahen Übungen, Improvisation und szenischer Arbeit.
Durch offene Improvisationsformate, kreative Ansätze und gemeinsames Entwickeln entstehen neue Blickwinkel auf persönliche und gesellschaftliche Themen. Der Workshop versteht sich als künstlerisches Labor, in dem ausprobiert, reflektiert und gemeinsam gestaltet wird. Vorerfahrungen sind nicht erforderlich – im Vordergrund stehen Neugier, Offenheit und die Freude am gemeinsamen Schaffen.
Freitag und Samstag um 13:00 Uhr
Philine Stich – SOMA – Performance
Berlin in naher Zukunft: Wirtschaftskriege, autoritäre Regime und ausgehöhlte Sozialsysteme prägen den Alltag. Die 17-jährige Soma lebt nach der Flucht vor ihrem Vater, einem Techunternehmer, mit Mercedes, einem umprogrammierten KI-Sexroboter, am Rand der Gesellschaft. Zwischen Kindheit und Erwachsensein träumt sie von Revolution und einer friedlichen Utopie.
SOMA #1 RE ist eine 30–40-minütige immersive Performance für den öffentlichen Raum. Eine junge Frau und ein weiblicher Android untersuchen den weiblichen Körper als umkämpftes Terrain zwischen Kontrolle, Männerfantasien und Selbstbestimmung.
In fragmentierten Szenen verweben sich historische und aktuelle feministische Stimmen zu einer Praxis von Frieden, Erinnerung und Fürsorge. Der jeweilige Spielort wird zum Resonanzraum, in den Passant*innen und Publikum unmittelbar einbezogen werden. Mit Körper, Stimme, Licht und Sound entsteht ein vielschichtiger Erfahrungsraum, der Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukunft miteinander verbindet. Die Performance nutzt den öffentlichen Raum als Plattform für Begegnung, Reflexion und utopisches Denken.
Freitag um 20:30 Uhr


Kerstin Kaupat - GANZHEITLICHE WAHRNEHMUNG ZWISCHEN LEBEN UND TOD
Der Tod ist eine Urerfahrung des Menschen, die uns alle betrifft.
Eingebettet in die Atmosphäre des Bilder-Ausstellungsraumes wird dreimal pro
Veranstaltungstag eine musikalisch-dichterische Performance zu dem Thema ‚Leben
und Sterben‘ durchgeführt.
Im Anschluss gibt es in Erweiterung der Performance die Gelegenheit, durch Euer
Einsprechen, durch Gesang, Tanz, musikalischer Improvisation interaktiv sogar die
Quellen Eurer Kreativität ganz auszuschöpfen, so dass Gedanken und Gefühle zu
diesem tiefen Themenkreis in Gemeinschaft anderer Mitteilung finden können.
Die künstlerische Arbeit ist auf gesamtheitlich-intuitiver Grundlage erstellt - ein
heilsamer Spiegel von Seelenbewegungen. Möge sich dies vermitteln und vermitteln.
Durch Gesamtheitliches Wahrnehmen vermittelt sich seiner Natur nach die schöne
menschliche Eigenschaft der Empathie, der Liebe, Achtsamkeit und weiteren dieses
Feldes – der Weltfrieden sogar?
Die ganze Zeit & die Performances ‚Anders Sein von Licht‘ : Fr bis So 15:00, 17:00 und 19:00 Uhr
freuth - EDM FUSION - Musik
freuth ist ein EDM-Projekt, das elektronische Musik konsequent live denkt. Im
Mittelpunkt stehen energiegeladene Performances mit Live-Vocals. Produzent und
Sängerin vereinen ihre unterschiedlichen musikalischen Hintergründe zu einem Sound,
der Genregrenzen sprengt – von treibendem Techno bis hin zu Drum and Bass.
Auf der Bühne entstehen Tracks immer wieder neu: geremixt, erweitert, improvisiert. So
verschmilzt rohe Club-Energie mit tiefgründigen Texten und macht jedes Live-Set zu
einem Erlebnis, das über bloßes Tanzen und Raven hinausgeht.
Samstag um 21:30 Uhr


Franz-Josef Schmitt– PACOURS DER EXPERIMENTE - Installation
Willkommen im Reich der fliegenden Kräfte, tanzenden Magnetfelder und widerspenstigen Naturgesetze! Hier wird nicht nur zugeschaut – hier wird gedrückt, gedreht, getestet und experimentiert. Erlebt den Parcours der physikalischen Phänomene, entdeckt verblüffende Effekte und erlebt, wie aus Wissenschaft pures Festivalstaunen wird. Für kleine Entdecker:innen, große Tüftler:innen und alle, die sich gern von der Wirklichkeit überraschen lassen.
Franz-Josef Schmitt ist nicht einfach Physiker. Er ist einer, der Physik nicht im Elfenbeinturm einsperrt, sondern sie auf Tische stellt, zum Blinken bringt, durch Hände wandern lässt und mitten ins Festivalleben katapultiert. Er hat Physik und Philosophie studiert, promovierte an der TU Berlin, forschte zu Bioenergetik, Photosynthese, Fluoreszenzspektroskopie und Energie- und Ladungstransfer in Molekülen – also genau dort, wo Licht, Leben und Materie anfangen, miteinander zu flüstern. Heute leitet er an der Uni Halle physikalische Praktika und entwickelt neue Experimente für forschendes Lernen. Physik ist kein Schulfach. Physik ist ein Abenteuer mit Messgerät.
Samstag um 15:00 Uhr
Geräuschkulisse e.V – KLANGSPUREN IN DAHNSDORF – Installation
Wie klingt eine Wiese? Wie klingt ein Dorf? Wie klingt die Weite rund um Dahnsdorf?
Im Alltag nehmen wir Klänge oft nur nebenbei oder als Warnsignale wahr. Doch was passiert, wenn wir unseren Hörsinn bewusst in den Mittelpunkt stellen und das Visuelle für eine Weile in den Hintergrund tritt?
Wir laden dazu ein, die Umgebung rund um den alten Hof und das ehemalige LPG-Gelände in Dahnsdorf neu zu entdecken – hörend, gehend, gemeinsam. Nach einer kurzen Fokusübung begeben wir uns auf einen etwa 45-minütigen Soundwalk. In stillem Gehen erkunden wir die Wiese, die offene Landschaft ebenso wie die Wege ins Dorf, vorbei an vertrauten und ungewohnten Orten. Dabei richten wir unsere Aufmerksamkeit auf die akustische Umwelt: auf leise und laute, angenehme und irritierende Geräusche, auf natürliche und menschengemachte Klänge. Alles hat seinen eigenen Rhythmus. Der Weg durch Dahnsdorf wird zur begehbaren Komposition.
Im Anschluss nehmen wir uns Zeit für Austausch und Gespräche über das gemeinsam Erlebte und Gehörte.
Wir empfehlen bequeme Kleidung und festes Schuhwerk.
Eine Teilnahme für Menschen mit Rollstuhl/ Gehhilfe ist auf Anfrage möglich.
Sonntag um 14:30 Uhr


Polaritäten Kabinett – KAMPAGNENVORBEREITUNGEN – Workshop
Wir machen uns bereit für eine neue Kampagne: Ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang, aber klarem Ziel. Für das Festival haben wir ein interaktives Workshop-Format vorbereitet, das einen Einblick
in unsere Projektentwicklung geben und gleichzeitig eine situative Mitgestaltung eines anti-dystopischen Theaters ermöglichen soll:
Irgendwo zwischen Theater-Performance und
Gesellschaftsspiel, zwischen Bühnensituation und öffentlichem Raum erforschen wir alternative Formen des Theaterspielens bei denen das Publikum eingreifen und mitspielen kann, aber nicht muss. Das Publikum bildet einen mündigen Spielpartner, muss die eigene
Mitsprache jedoch stets selbst verhandeln. Ob dies also zu einer Gesprächs- oder zur Spielrunde wird, hängt letztlich vom Publikum selbst ab, das entscheidet, wie durchlässig die Grenzen zu den Spieler:innen auf der Bühne werden.
Wir präsentieren den aktuellen Stand unseres neuen Projekts und stellen dieses damit gleichzeitig zur Diskussion: Wie können wir das utopische Potenzial des Spielens freisetzen, um Handlungsmöglichkeiten angesichts der Polykrise zu entdecken?
Wie kann eine Theaterpraxis aussehen, die mehr auf den Weg abzielt als auf das Ergebnis? Und wie können Verbündete geschaffen werden, um Resilienz und Widerständigkeit für und gegen das aktuelle Zeitgeschehen freizusetzen?
Freitag & Samstag jeweils 13 Uhr, Sonntag um 14 Uhr
Ying Yue/ Sascha Melina Hoffmann– SPIEL(T)RAUM – Performance
Jede*r hat eine Kindheit: Vom Spielen auf der Straße, in Sandkästen und postsowjetischen Stadträumen über Stahlspielplätze in Mittelamerika, jahrhundertealte Steintreppen in der verbotenen Stadt, Wasserrutschen und Spielefabriken aus Plastik bis hin zu ersten Zigaretten und Küssen auf Dorfspielplätzen.
Mit »spiel(t)raum« laden Ying Yue und Sascha Malina Hoffmann in die Spielwelten unserer Vergangenheit und Gegenwart ein. Sie verarbeiten Geschichten über Spielplätze und Kindheit und erzählen dabei von Größen- und Machtverhältnissen, Migration und Transition, vom Aufwachsen an verschiedenen Orten, Verschieben von Perspektiven und vom Sich- Begegnen. Dokumentarisches und Fiktion verschmelzen zu einem von den Performer*innen live bedienten Spielplatz der Theatermagie.
Freitag um 15 Uhr
